EUTECT News

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Eutect und Inmatec gehen Kooperation ein

8. Juli 2020

Der Selektivlötspezialist Eutect GmbH und der internationale Marktführer in der Herstellung von Stickstoff- und Sauerstoffgeneratoren Inmatec GmbH bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus. Nachdem Eutect in den letzten Jahren die Produkte von Inmatec in Kundenprojekten integriert hat, wird Inmatec nun auch offizieller Technologie-Partner der Eutect GmbH. „Nicht in jedem Projekt wird das Löten unter Stickstoff von […]

Der Selektivlötspezialist Eutect GmbH und der internationale Marktführer in der Herstellung von Stickstoff- und Sauerstoffgeneratoren Inmatec GmbH bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus. Nachdem Eutect in den letzten Jahren die Produkte von Inmatec in Kundenprojekten integriert hat, wird Inmatec nun auch offizieller Technologie-Partner der Eutect GmbH.

„Nicht in jedem Projekt wird das Löten unter Stickstoff von unseren Kunden verlangt. Es kommt dabei immer auf die Produktion und die Vorgaben an, aber in den Fällen, wo diese Lösung nachgefragt wird, haben und werden wir die Systeme zum Selbsterzeugen von Stickstoff der Inmatec GmbH integrieren“, erklärt Matthias Fehrenbach, Geschäftsführer der Eutect GmbH. Im Rahmen der vielen unterschiedlichen Lötverfahren, wird Schutzgas eingesetzt, um Oxide zu vermeiden und qualitativ hochwertige Lötverbindungen zu gewährleisten. Dadurch lassen sich aufwendige und kostenintensive Nacharbeiten und Reparaturen reduzieren. Des Weiteren wird die Krätzebildung vermieden. „Durch diese Maßnahmen erzeugen wir nicht nur verbesserte Lötverbindungen, eine erhöhte Sauberkeit der Baugruppen und eine höhere Benetzungsgeschwindigkeit, sondern reduzieren auch die Kosten, die durch mögliche Nacharbeiten entstehen können,“ führt Fehrenbach weiter aus. Des Weiteren lässt sich der Lot- und Flussmittelverbrauch reduzieren und ermöglicht dadurch auch zusätzliche, signifikante Einsparungen.

Inmatec ist internationaler Marktführer in der Herstellung von Stickstoff- und Sauerstoffgeneratoren. Das Unternehmen mit Sitz in Herrsching am Ammersee in der Nähe von München steht seit über 25 Jahren für innovative Technologie „Made in Germany“. Mit der Erfahrung und dem Know-how aus über 8.000 installierten Anlagen in aller Welt entwickelt und produziert das Unternehmen moderne, energieeffiziente und zukunftsträchtige Lösungen zur Eigenerzeugung von Stickstoff direkt vor Ort. Auf Basis jahrelanger Erfahrung in der Elektronik-Industrie hat Inmatec auch verschiedene Produkte speziell für die Elektronikfertigung entwickelt, die Stickstoff in hoher Reinheit zu extrem geringen Kosten bereits ab kleinen Mengen liefern, darunter eine einfach zu bedienende, wartungsarme Plug & Play Lösung.

Der mit Hilfe von Generatoren erzeugte Stickstoff entspricht den Anforderungen für verschiedenste Lötverfahren wie Selektiv-, Wellen, oder Reflow-Löten. Eine innovative und äußerst effiziente Technologie zur Gewinnung von Stickstoff aus der Umgebungsluft hilft dabei Kosten für die unterbrechungsfreie N2-Versorgung in erheblichem Umfang einzusparen. Die Generatoren arbeiten mit Hilfe der Drucklastwechseltechnologie. Dazu wird Umgebungsluft über einen Druckluftkompressor mit dem benötigten Druck in einen Ventilblock geleitet. Dieser sorgt automatisch dafür, dass die Druckluft abwechselnd in zwei mit einem Kohlenstoff-Molekularsieb gefüllte Adsorptionsbehälter geleitet wird. Diese schalten alternierend vom Filtermodus in den Regenerationsmodus. So werden in einem Behälter Sauerstoff- sowie Kohlendioxidmoleküle aus der Umgebungsluft im Sieb adsorbiert, während das Sieb im zweiten Behälter unter Druckluftentlastung regeneriert. Der so gewonnene Stickstoff wird in einen Produktbehälter geleitet.

Durch die Nutzung eines speziellen Wasserstoff-Katalysators von Inmatec kann die Effizienz der Stickstofferzeugung vor Ort nochmals drastisch gesteigert werden. Der NKat sorgt dafür, dass generierter Stickstoff mit einer Qualität von 2.5 bis 3.0 mit Kleinstmengen von Wasserstoff, die mit dem Restsauerstoff reagieren, angereichert wird. Dadurch wird der Stickstoff auf eine Qualität von 5.0 oder sogar 6.0 aufgereinigt. Die technische Erneuerung ermöglicht es, eine größere Menge hochreinen Stickstoff, insbesondere für die THT-Fertigung, mit kleineren, energiesparenderen Druckluftkompressoren mit einem Luftfaktor ab 2,9 zu produzieren.

Bei der Integration der Inmatec-Systeme in die Eutect-Anlagen wird die Steuerung über eine Schnittstelle von der Eutect-Systemsteuerung EMI übernommen. „Dadurch kann der Bediener den Herstellungsprozess des Stickstoffs sowie die Selektivlötprozesse über einen Monitor und eine Software steuern und kontrollieren. Die Schulung dazu erfolgt während der Inbetriebnahme und Übergabe an den Kunden. Das Gesamtsystem zur Stickstofferzeugung wird im Rahmen des Projektes mit den Fachspezialisten von Inmatec zusammen erarbeitet und dem Kunden vorgestellt. Er bekommt also den kompletten Service von zwei Partnern aus einer Hand“, hebt Fehrenbach hervor. Des Weiteren werden die nationalen und internationalen Kunden im Wartungs- und Servicefall auch von Inmatec rund um die Uhr betreut.

www.inmatec.de

Eutect, Feinhütte Halsbrücke und Emil Otto vereinbaren Technologiekooperation

26. Mai 2020

Die drei mittelständischen Technologiespezialisten Eutect GmbH, Feinhütte Halsbrücke GmbH und Emil Otto GmbH haben eine freie Technologiekooperation in den Bereichen technischer Austausch, gemeinsame Produktinnovationen und -entwicklungen sowie Spezialisten- und Technologieberatung für ihre Kunden vereinbart. Diese Zusammenarbeit zielt insbesondere darauf ab, die Lötkompetenz der drei Unternehmen gebündelt den Kunden zur Verfügung zu stellen. Für Matthias Fehrenbach, […]

Die drei mittelständischen Technologiespezialisten Eutect GmbH, Feinhütte Halsbrücke GmbH und Emil Otto GmbH haben eine freie Technologiekooperation in den Bereichen technischer Austausch, gemeinsame Produktinnovationen und -entwicklungen sowie Spezialisten- und Technologieberatung für ihre Kunden vereinbart. Diese Zusammenarbeit zielt insbesondere darauf ab, die Lötkompetenz der drei Unternehmen gebündelt den Kunden zur Verfügung zu stellen.

Für Matthias Fehrenbach, geschäftsführender Gesellschafter der Eutect GmbH ist diese Kooperation ein logischer Schritt, im Zuge der Entwicklung des eigenen Unternehmens. „In den vergangenen Jahren haben wir einen stetigen Zuwachs im Bereich der Prozessevaluierung. Im Rahmen dieser Tätigkeit testen wir unterschiedliche Selektivlötprozesse, um kundenspezifische Baugruppen zu löten. Dabei spielen natürlich die Flussmittel wie auch die Lote eine entscheidende Rolle, da unsere Kunden hier von uns Empfehlungen erwarten“, erklärt Fehrenbach diesen Schritt.

Aufgrund der im letzten Jahr vereinbarten Kooperation zwischen dem Fluss- und Reinigungsmittelhersteller Emil Otto und der Zinn- und Bleihütte Feinhütte Halsbrücke rückten die beiden Unternehmen aus Hessen und Sachsen verstärkt in den Fokus von Fehrenbach. „Mit diesen beiden Partnern können wir dem Kunden eine ganzheitliche Beratung bezüglich der besten Flussmittel-Lot-Kombination anbieten. Alle Kooperationspartner stellen ihre Produkte selbst her, wodurch der Kunde direkt aus erster Hand die fachlichen Informationen von einem Spezialisten erhält. Zusammen sind wir in der Lage, auch neue Lotlegierungen, die auf das Kundenprodukt abgestimmt sind, mit dem passenden Flussmittel zu kombinieren. Dieser Mehrwert war für mich überzeugend, denn der Kunde erhält alles aus einer Hand“, so Fehrenbach.

„Die Zusammenarbeit der drei Unternehmen basiert auf einem offenem Technologieaustausch und maximaler Lösungsorientierung“, erklärt Markus Geßner, Marketing- und Vertriebsverantwortlicher der Emil Otto GmbH. Gerade bei löttechnischen Herausforderungen kann der Kunden somit ein konzentriertes Spezialwissen an- und abfragen. „Egal wie hoch der Unterstützungsbedarf seitens des Kunden ist, wir können gezielt Lösungen für den Kunden erarbeiten und unser Wissen und unserer technischen Möglichkeiten zusammenbringen. Dies kann von der einfachen Prozessoptimierungen bis hin zur Neuentwicklung bei Flussmitteln, Loten und Lötprozessen gehen“, führt Tobias Patzig, Prokurist der Feinhütte Halsbrücke GmbH weiter aus. Dazu werden auch die technischen Anlagen und Einrichtungen der drei Unternehmen genutzt. Das Technikum der Eutect GmbH, das chemische Labor Emil Ottos sowie die Diagnostik von Feinhütte im Bereich des Lotbadmanagements und der Lotbadanalyse können für die Kundenprojekte herangezogen werden. Geßner ergänzt, dass es aus der Sicht von Emil Otto nur von Vorteil sein kann, auf Anlagenseite mit Eutect zusammenzuarbeiten, da Eutect aufgrund seiner Evaluierungstätigkeiten sehr intensiv an Lötprozessen jenseits der Standards arbeitet und dadurch auch immer wieder auf neue Lösungen stößt. „Ich denke, dass wir hier zusammen ein hohes Innovationspotential haben. Dieses gebündelte Know-how rund um das Löten finden Kunden in dieser Konzentration nur selten im Markt und wir werden gerade bei komplexen Aufgaben ganz neue Türen öffnen können“, so Patzig.

Hochtemperaturlötsysteme für die Kupferlackdrahtverarbeitung

2. April 2020

Die Aufbau- und Verbindungstechnik mittels der Kupferlackdrahttechnologie ist ein Kernprozess, besonders für die zukünftigen Mobilitätsanforderungen. In der Antriebselektronik von modernen Fahrzeugen werden immer stärker regenerative Energiegewinnungssystem eingebaut, für die notwendig E-Generatoren integriert werden müssen. Des Weiteren benötigen heutige E-Mobility-Konzepte eine Vielzahl von Schalt- und Transformationsbauteilen, Spulenkörpern, Magnetköpfen, Sensoren, Relais und sonstigen exotischen Elektronikbauteilen, für die […]

Die Aufbau- und Verbindungstechnik mittels der Kupferlackdrahttechnologie ist ein Kernprozess, besonders für die zukünftigen Mobilitätsanforderungen. In der Antriebselektronik von modernen Fahrzeugen werden immer stärker regenerative Energiegewinnungssystem eingebaut, für die notwendig E-Generatoren integriert werden müssen. Des Weiteren benötigen heutige E-Mobility-Konzepte eine Vielzahl von Schalt- und Transformationsbauteilen, Spulenkörpern, Magnetköpfen, Sensoren, Relais und sonstigen exotischen Elektronikbauteilen, für die bei der Herstellung ebenfalls die Kupferlackdrahttechnologie eingesetzt wird.

 

Für diese vielen, neuen Anforderungen entwickeln Lackdrahthersteller immer neue Produkte, die mit unterschiedlichsten, teilweise ebenfalls neue entwickelten Isolationsmaterialien versehen sind. Dadurch soll die Verbesserung der Isolationsklasse sowie die thermische Widerstandsfähigkeit für zukünftige Endprodukte verbessert werden. „Diese Entwicklung stellt uns immer wieder vor Herausforderungen“, so Matthias Fehrenbach, Geschäftsführer der Eutect GmbH. Denn mittels der üblichen Löttechniken unter Normalatmosphäre besteht keine Möglichkeit, mit Polyurethan oder Polyesterimid beschichtete Bauteile so zu verarbeiten, dass keine Oxidbildung entsteht oder Isolationsreste die finale Lötqualität des verzinnten Drahtes erheblich mindern.

 

Eutect verfügt in seinem Modulbaukasten über alle selektiven Lötverfahren, die in der Lage sind, beschichtete Kupferlackdrähte in einem Schritt, ohne zusätzliche Entfernung der Isolierung, prozesssicher thermisch abzuisolieren. Dabei ist die bleifreie Verarbeitung mit all seinen spezifischen Prozessfinessen in Bezug auf die spezifische Lotlegierung, das Flussmittel, den Temperaturzeitverlauf mit fließender oder stehender Lotschmelze das übergreifende Kern-Know-How einer zielführenden Prozessverarbeitung. Hierfür sind Hochtemperaturlötsysteme von Eutect entwickelt worden. Diese Systeme arbeiten mit der statischen oder fließenden Lotschmelze.

 

Dabei ist es wichtig, eine hohe Qualität bei der Kupferablegierung, dem bzw. Leaching zu erreichen. Mittels der über die stehende oder fließende Lotschmelze sowie einem exakten Temperaturzeitverlauf wird das prozessschonend und produktspezifisch Abisolieren definiert. Dabei kommen, um verschiedenen negativen Effekten entgegen zu wirken, neu entwickelte oder noch zu entwickelnde Lote mit Dotier-Eigenschaften zum Einsatz. Diese reduzieren die Drahtablegierung, die Lotoxidbildung sowie die Lotkontaminierung und schonen die Lötanlage.

 

Der Hochtemperaturprozess zum Verzinnen aus dem Hause Eutect kann mit einem statischen Lötbad und einem dynamischen, frei programmierbaren Rakelsystem erfolgen. Diese reduziert die Kontamination und hält die Basislegierung des Lotes konstant. Damit bleibt die Legierung über den gesamten Prozessverlauf in der ursprünglichen Zusammensetzung erhalten. Die geregelte Entnahme des kontaminierten Lotes und die automatisch Lotnachfüllung des Basislots werden somit über die gesamte Fertigungsstückzahl konstant gehalten. Für eine saubere Lackabgrenzung zwischen verzinntem Draht und der Poly-Isolierung können die Drahtenden während der Austauchbewegung in der statischen oder fließenden Lotwelle kinematisch bewegt oder mit entsprechender Maskierung sauber abgegrenzt werden. Dadurch bleiben Abbrandreste der Poly-Isolierung nicht am blankverzinnten und abisolierten Draht kleben oder als black-dots qualitätsmindernd sichtbar hängen. Diese Verunreinigungen sind zwar unbedenklich, sehen aber nicht schön aus.

 

Oberflächen, die mit dem heißen Lot in Kontakt kommen, sind sowohl in der statischen oder fließenden Lotschmelze komplett über Spezialbeschichtungen geschützt. Des Weiteren wurde für dieses Einsatzgebiet eine Induktionslotpumpe, die frei von beweglichen Bauteilen ist, entwickelt. Die eigens hierfür programmierten Algorithmen mit zugehöriger Prozessregelung, eine redundante Überwachung der Lotschmelztemperatur sowie eine Stickstoff-Schutzgasglocke über der Lotprozessoberfläche und der Höhenregelung der Lotwellen runden das Hochtemperaturlötsysteme ab. Dazu gehört ein Eingabe-HMI sowie eine Prozessdatenerfassung zur Prozessnachverfolgung.

 

Batteriezellen wirtschaftlich kontaktieren

25. März 2020

Für den zunehmenden gesamtgesellschaftlichen Mobilitäts- und Energiebedarf entstehen immer neue Batteriezellenkonzepte und Bauformen. Diese reichen von großen Batteriesystemen für e-Mobility-Anwendungen bis hin zu kleinen Bauformen für mobile Endgeräte jeglicher Form. Für alle Formen und Anwendungen ist eine zuverlässige Aufbau- und Verbindungstechnik (AVT) notwendig, die schon heute von Eutect zur Verfügung gestellt wird.   Aufgrund der […]

Für den zunehmenden gesamtgesellschaftlichen Mobilitäts- und Energiebedarf entstehen immer neue Batteriezellenkonzepte und Bauformen. Diese reichen von großen Batteriesystemen für e-Mobility-Anwendungen bis hin zu kleinen Bauformen für mobile Endgeräte jeglicher Form. Für alle Formen und Anwendungen ist eine zuverlässige Aufbau- und Verbindungstechnik (AVT) notwendig, die schon heute von Eutect zur Verfügung gestellt wird.

 

Aufgrund der vielfältigen Anwendungsbereiche sind immer wieder neuen technologische Konzepte notwendig. Dieser Entwicklung steht auch der schwäbische Lötspezialist Eutect gegegnüber. Nach Aussage der Geschäftsführung sind die Anfragen aus dem Bereich der Batteriefertigung konstant steigend. Basierend auf dem Modulbaukasten von Eutect entwickelt das Unternehmen in Zusammenarbeit mit seinen Kunden spezifische Lötlösungen, die auf die einzelnen Spezifikationen der Batterieherstellung zugeschnitten sind. Diese müssen reproduzierbar sein sowie in einer anschließenden Serienfertigung hohen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen standhalten.

 

In Evaluierungen werden die Lösungen von Eutect auf das Endprodukt des Kunden Schritt für Schritt zugeschnitten. Dabei kommen oftmals angepasste Miniwellenlösungen zum Einsatz. So können spezifisch entwickelte Miniwellen-Lötdüsen mit beispielsweise einer Schutzgaskonfiguration oder wärmeisolierenden Löt-Maske den Ansprüchen an eine wirtschaftliche und fehlerfreie Batterieverarbeitungsspezifikation gerecht werden. Am Beispiel eines paketierten Lithium-Batterieblocks konnte durch diese thermisch schonende Eutect-Prozessführung eine elektrisch hochwertige und wirtschaftliche Fertigungszuverlässigkeit nachgewiesen werden. Die zugehörige AVT-Analytik zeigt eine reproduzierbare intermetallische Phasenbildung zwischen den Batteriezellen und den Plus-Minus-Anschlüssen.

 

Grundsätzlich basieren die Lösungen von Eutect auf der selbst entwickelten und soliden Aufbau- und Verbindungstechnik, die angepasst an das Endprodukt eine Lösung für die Batterieanschlusstechniken generiert. Dabei gilt es, die hochstromige Anschlusstechnik aus der Lotschmelze heraus auf direktem Wege, großflächig und galvanisch getrennt in eine zuverlässige Verbindung zu überführen. Eingesetzt werden dabei Standardschweiß- und -lötprozesse. Dabei sind die Ansprüche an die AVT hoch. So sollen die hergestellten Verbindungen frei von Kurzschlüssen zwischen den Plus-Minus-Polen, Lunkern, Hotspots, Verunreinigungen und Temperaturvorschädigungen sein. Dies kann mittels einer der wichtigsten AVT-Strategien erreicht werden, in dem die schnelle zuverlässige Lotübertragung gewährleistet wird. Ziel ist es dabei, die unzulässigen und vorschädigenden Mechanismen zu vermeiden und die Verarbeitung der Batteriezellen ohne Nebenwirkungen durchzuführen. Dabei wird und kann die Umgebung um die Lötstellen ebenfalls geschont werden. Eutect greift hierbei auf seinen prozessfundierten Modulbaukasten zurück, der basierend auf die Applikation entsprechende Lösungen bereithält.

Eutect stellt Multi-Thermodenanlage vor

20. März 2020

Eine der bisher größten Thermodenlötanlagen der Eutect GmbH wurde in der 2. Jahreshälfte 2019 ausgeliefert. Es handelt sich dabei um die TL S270, in der fünf Einzelprozesse in Linie integriert sind, inklusive einer kompletten Prozessüberwachung. Die Anlage besteht aus verschiedenen Einzelschritten des Lotpastenauftrags mittels Dispenser sowie dem Thermodenlöten.   „Bei der TL S270 handelt es […]

Eine der bisher größten Thermodenlötanlagen der Eutect GmbH wurde in der 2. Jahreshälfte 2019 ausgeliefert. Es handelt sich dabei um die TL S270, in der fünf Einzelprozesse in Linie integriert sind, inklusive einer kompletten Prozessüberwachung. Die Anlage besteht aus verschiedenen Einzelschritten des Lotpastenauftrags mittels Dispenser sowie dem Thermodenlöten.

 

„Bei der TL S270 handelt es sich um eine hochflexible Lötanlage, die wir im Kundenauftrag gebaut haben. Ziel war es, alle Einzelschritte in der Anlage zu verknüpfen und zu überwachen“, erklärt Matthias Fehrenbach, Geschäftsführer und Inhaber der Eutect GmbH. Mit den Abmessungen 2,30 m x 4,80 m handelt es sich bei der TL S270 um eine der größten Komplettanlagen, die der schwäbische Sondermaschinenbauer entwickelt hat. Insgesamt wurden 2 Dispens- sowie 3 Thermodenlötprozesse in die Anlage integriert, mit denen verschiedenste Kabel an Sensoren gelötet werden.

 

Der Baugruppentransport innerhalb der Anlage erfolgt über Satteliten-Werkstückträger, die auf einem Grund-Carrier sitzen. In die Werkstückträger wird die Baugruppe, auf der in diesem Fall Sensoren angebracht werden, eingelegt. Die anzulötenden Kabel werden mittels weiteren kleinen Sattelitenträger, die ebenfalls manuell eingesetzt werden, positionsgenau platziert und fixiert. Im Anschluss fährt der Werkstückträger in die Anlage ein. In den ersten beiden Schritten applizieren Spindelventildispenser Lotpaste auf die Baugruppenoberflächen und die Kabellitzen der Kabelenden. In den weiteren Arbeitsschritten werden dann mittels Thermodenlötung diese Litzen temperatur-, kraft- und wegüberwacht verlötet.

 

Für den Thermodenlötprozess haben die Entwickler von Eutect den neuesten Stand des Thermodenlötmoduls TL integriert, bei dem alle prozessrelevanten Parameter definierbar sind. „Dies bezieht sich insbesondere auf den Anpressdruck, Einsinkweg und das Temperaturprofil, was exakt für den Prozess und den Bedarf des Bedieners definiert werden kann. Damit bieten wir dem Anwender weit mehr als einen geregelten und überwachten Prozess. Er bekommt einen 100% abgestimmten und definierbaren Prozess“, so Fehrenbach. Montiert sind die drei Thermodenlötmodule inklusive X-Y-Z und Drehachse auf je einer hochintelligenten Linearachse. Dadurch entsteht eine hochflexible, hochdynamische und sehr kompakte Prozessumsetzung mit integrierter Kaptonbandführung.

 

Der Anpressdruck der Thermode liegt bei 1-60 N. Die Anpresskraft wird in Schritten von 0,5 N angezeigt und geregelt. Dieser Anpressdruck kann über die neue visuelle Steuerungsansicht eingegeben werden, je nach Applikation und Materialien. Ein vor- und nachlaufender Niederhalter fixiert die zu verlötenden Oberflächen. „Durch den anwendungsoptimierten Anpressdruck und den ebenfalls neuen Niederhalter können wir generell die Taktzeit maximal bis zu 70%, abhängig von der Wärmesenke der Lötstellen, optimieren. In dem hier vorliegenden Projekt haben wir unserem Kunden eine Taktzeiteinsparung von bis zu 20% ermöglicht,“, hebt Fehrenbach hervor. Des Weiteren kann der Einsinkweg kontrolliert werden. Die Einsinkkontrolle liegt bei 1 µm, was im Bereich des Thermodenlötens einmalig ist. „Der frei in µ einstellbare Einsinkweg ermöglicht definierten Lotspalt und damit optimalste intermetallische Phasenanordnungen“, erläutert Fehrenbach die Prozessvorteile.  Darüber hinaus kann das Temperaturprofil über die Steuerung ebenfalls geregelt und über eine redundante Temperaturmessung kontrolliert werden. Die maximale Thermodentemperatur beträgt 450°C. Widerstandsmessungen zur Überwachung der Kontaktflächen sind ebenfalls möglich.

 

Die TL S270 kann in zwei verschiedenen Modi eingesetzt werden. „Die Baugruppeneingabe erfolgt manuell. Nach dem Durchlauf durch die Anlage, kann auf der gegenüberliegenden Seite, die fertige Baugruppe entnommen werden oder diese fährt auf einem im Chassis liegenden Conveyor zur Eingabeposition zurück, wo der Bediener die Baugruppe entnimmt“, erklärt Fehrenbach. Neben diesen prozessrelevanten Modulen ist die TL S270 mit weiteren Modulen zur Prozessüberwachung und Transportabsicherung ausgestattet. „Der Eingabe- und rückseitige Entnahmebereich sind mit Monitoren zu Prozesssteuerung und -überwachung ausgestattet, die an langen Armen befestigt sind. Diese Arme ermöglichen die Nutzung der Monitore auf allen vier Seiten der großen Anlage. Darüber hinaus wird der Dispensprozess mit je zwei Kameras überwacht, so dass wir einen weiteren Monitor nur am Eingabebereich installiert haben“, führt Matthias Schmid aus, seines Zeichen Projektleiter bei der Umsetzung der TL S270. Um einen reibungslosen Rücktransport der Werkstückträger innerhalb der Anlage zu gewährleisten, wurde ein weiteres Fließband an der Seite der Anlage montiert. „Dieses dient dazu, die Kabelsatellitenträger zurück zu transportieren, um den Bestückungsprozess der Kabel parallel zum eigentlichen Lötprozess zu realisieren, da sonst die Anlage aufgrund ihrer optimierten Taktzeit auf den Bediener warten würde.“ so Matthias Schmid, Projektleiter von Eutect.