Eutect stellt mit E-ssembly neue Dimension der automatisierten Fertigung auf der Motek 2021 vor

Mit der E-ssembly stellt die Eutect GmbH ein völlig neues Linien-Fertigungskonzept vor, welches sich durch maximale Flexibilität, Dynamik sowie Nachhaltigkeit auszeichnet. Die damit neugeschaffenen Möglichkeiten sind nicht nur für die Elektronikfertigung sowie Aufbau- und Verbindungstechnik, sondern auch in der gesamten Automatisierung zukunftsweisend. Mittels des mit der Taktomat GmbH gemeinsam geschaffenem E-Zellenkonzeptes bietet der Sondermaschinenbauer aus Dusslingen eine gemeinsame Basis, um mit Integrationen wie die des schwebenden 2D-Produkttransportsystems XPlanar von Beckhoff einen maximalen Kundennutzen zu generieren.

„Eutect steht dafür mit seinen Kunden und Partnern zusammen für die jeweilige Aufgabe eine gemeinsame und optimale Lösung zu finden. Mit dem Projekt, welches wir in Teilen auf der Motek 2021 zeigen werden, zeigen wir, wie lösungsorientiert und erfolgreich dieses Zusammenarbeiten sein kann. Bei diesem Projekt zeigte uns der Kunde, auf welche Möglichkeiten und Effizienz uns aus der Integration des schwebenden 2D-Produkttransportsystems XPlanar von Beckhoff zur Verfügung stehen könnten. Mit Blick auf Flexibilität: sprich jeder Mover und damit jedes Produkt kann separat und unabhängig durch die einzelnen Prozessstationen und Zellen transportiert und höchstgenau positioniert werden. Damit kann das XPlanar die in vielen Prozessen nötigen Achs- und Roboterhandlingsysteme komplett übernehmen und somit einsparen. Mit Blick auf Dynamik und damit die oft entscheidende Taktzeit, sind die Beschleunigungen sowie die generellen Geschwindigkeiten der im XPlanar bewegten Mover mehr als beeindruckend.“ erklärt Matthias Fehrenbach, geschäftsführender Gesellschafter der Eutect GmbH. Die Wahl fiel somit auf das Planarmotorsystem für schwebenden 2D Produkttransport und 6 Freiheitsgraden von Beckhoff. „Die daraus resultierende E-ssembly-Lösung bietet maximale Flexibilität und Effizienz für unterschiedlichste Prozessschritte. In unserem ersten Kundenprojekt durften wir dann das Palettieren, Montieren, Prüfen, Löten und De-Palettieren in verschiedenen Produktionszellen, die alle mit dem XPLanar verbunden sind, realisieren“, führt Fehrenbach weiter aus. Auch Eutect-fremde Systeme und Prozesse können somit leicht und einfach in eine bestehende Produktionslinie und oder Automation integriert werden.

Das XPlanar kombiniert die Vorteile herkömmlicher Transport- und Kinematiksysteme und ergänzt diese um die einzigartige Magnetschwebetechnologie. „Durch den schwebenden 2D-Produkttransport entstehen vollständig neue Möglichkeiten für das Handling von Produkten innerhalb und außerhalb der Maschine als auch zwischen den einzelnen Prozessschritten. Das bedeutet, dass wir die Inline-Fertigung völlig neu betrachten können und sich daraus Möglichkeiten ergeben haben, die mit den herkömmlichen Bandtransportsystemen nicht umsetzbar sind“, führt Fehrenbach weiter aus. So steht dem Anwender die individuelle Bewegungsfreiheit fahrerloser Transportsysteme im Kleinen zur Verfügung, denn einzelne Baugruppen können innerhalb des Fertigungskonzeptes über beliebige Wege an beliebige Orte transportiert werden. Das XPlanar vereint diese Flexibilität mit der Dynamik eines Linearmotors und ermöglicht dadurch die taktzeitoptimierte Verknüpfung einzelner Produktionsschritte und Maschinen. Darüber hinaus können Baugruppen zusätzlich angehoben und oder gesenkt werden, womit das XPlanar einzelne Produktionsschritte weiter signifikant unterstützt und vereinfacht. Die Positionierung eines Produktes bei der Bearbeitung wird erstmalig zur Aufgabe des Transportsystems, denn der Schwebeeffekt ersetzt jegliche mechanische Führungskomponente, wodurch ein neuer Flexibilitätsgrad erreicht wird.

Die im Sommer 2021 von Eutect neu vorgestellte modular erweiterbare Produktionszelle E-Zelle ist unter anderem auf den Einsatz des XPLanar ausgerichtet. „Bei der Entwicklung der E-Zelle hatten wir die zukünftige Integration des XPlanar fest im Blick. D.h., dass die Planarkacheln in die neue Zelle integriert werden können“, führt Fehrenbach weiter aus. Dank dieser Möglichkeiten ergeben sich hier für den schwäbischen Sondermaschinenbauer neue Konzeptionslösungen. Durch die freien Verfahrwege, auf denen der Mover mit eine Wiederholgenauigkeit von 10 µm eingesetzt wird, können in einer Produktionslinie unterschiedliche Baugruppen gleichzeitig und unabhängig von Reihenfolge sowie Station bearbeitet werden. Mit einer Geschwindigkeit von 2m/s transportieren die Mover Baugruppen intelligent und taktzeitoptimiert von Prozessstation zu Prozessstation. „Wir können damit die Ausbringung und somit die Effizienz der eingesetzten Maschinen für eine Serienproduktion massiv erhöhen. Hinzu kommt, dass mit dem kontaktlosen Transport der Service-, Wartungs- sowie Verschleißteilbedarf minimalisiert und damit der Schritt Richtung Nachhaltigkeit real wird.“ erläutert Fehrenbach.

Dank der erreichten hohen Modularität können so auch verschieden Prozesszellen leicht miteinander verbunden werden. „Der Aufwand für den Prozessumbau und die Prozessintegration sowie die Umrüstung sind minimal. Beispielsweise können auch Prozesszellen leicht gegeneinander ausgetauscht oder um diese erweitert werden, sollte eine andere Prozess- und oder Löttechnologie notwendig sein“, so Fehrenbach. Weiter führt der Geschäftsführer der Eutect GmbH aus, dass sich dadurch hohe Linienauslastungen optimal skalieren lassen. Da die von prozess- und damit taktzeitabhängigen Prozessstationen unabhängig voneinander aber optimal beschickt werden können.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass die Nachfrage nach Fertigungslösungen, die frei in ihrer Ausbaustufe, Anordnung sowie Bestückung sprich Aufgabe auslegbar und oder skalierbar sind, stark steigen wird. Und mit der E-ssembly Lösung wollen wir unseren Kunden und Partnern diese Flexibilität, Effizienz und Wiederverwendbarkeit bieten“, blickt Fehrenbach in die Zukunft. Des Weiteren werden die Spezialisten der Eutect GmbH auch gleich noch ein neu entwickeltes Lötverfahren auf der Messe vorstellen. Dieses Lötverfahren ist taktzeitoptimiert, reproduzierbar und frei integrier- sowie automatisierbar. Es handelt sich dabei um das Sustained Ring Soldering-Verfahren (SRS), welches Fehrenbach und sein Team ebenfalls auf der Motek 2021 auf dem Gemeinschaftsstand mit der Taktomat GmbH in Halle 5, Stand 5215, präsentieren werden.