Titan-Lötmasken sind wichtige Präzisionswerkzeuge im Miniwellenlötprozess, denn sie gewährleisten eine reproduzierbare Prozessführung, schützen empfindliche Baugruppenbereiche vor ungewolltem Lotkontakt und definieren exakt die Benetzungspunkte der Lötstelle. Aufgrund der hohen thermischen, chemischen und mechanischen Belastung, denen die Masken während des Serienbetriebs ausgesetzt sind, ist eine regelmäßige Überprüfung und fachgerechte Überarbeitung notwendig, um eine konstant gute Prozessqualität sicherzustellen. Der Lötspezialist Eutect biete diese fachgerechte Überarbeitung von Titan-Lötmasken an.
„Durch die strukturierte Überarbeitung und Instandhaltung stellen wir sicher, dass Titan-Lötmasken über viele Prozesszyklen hinweg ihre ursprüngliche Präzision und Funktionalität behalten. Die Kombination aus materialgerechter Reinigung, präziser Wärmebehandlung und praxisnaher Validierung garantiert eine konstant hohe Lötqualität und stärkt damit die Wirtschaftlichkeit und Prozesssicherheit beim Miniwellenlöten.“
Lars Iwers, Vertriebsverantwortlicher bei der Eutect GmbH
Während des Miniwellenlötens werden Titanmasken wiederholt hohen Temperaturen ausgesetzt. Der Kontakt mit Loten, Flussmitteln und Prozessgasen führt über die Einsatzzeit zu Oxidationen und Veränderungen der Oberflächenstruktur. Zudem kann es zu Abnutzungen an Pass- und Fixierelementen kommen, die sich negativ auf die Präzision des Lötprozesses auswirken.
Nach dem Einsatz werden die Masken zunächst demontiert und einer systematischen Vorreinigung unterzogen. Dabei werden Flussmittelreste und Zinnanhaftungen entfernt. Eutect verwendet hierfür abgestimmte Prozesse, die Titan nicht angreifen und gleichzeitig eine vollständige Entfernung von organischen und metallischen Rückständen gewährleisten. Dieser Schritt stellt die Grundlage für eine präzise Weiterbearbeitung sicher. Im Anschluss erfolgt eine kontrollierte Oberflächenaufbereitung, bei der Oxidationsschichten und Verunreinigungen entfernt werden, ohne die Passgenauigkeit oder Oberflächenstruktur der Masken zu verändern. Nach der Reinigung werden die Masken einer visuellen Inspektion unterzogen. Hierbei werden kritische Geometrien, wie Stege, Phasen, Prallwände und Auflagepunkte auf Maßhaltigkeit, Ebenheit und Parallelität überprüft. Anschließend erfolgt eine zielgerichtete Wärmebehandlung des Titans.
„Titan ist aufgrund seiner hohen Festigkeit, geringen Dichte und ausgezeichneten Temperaturbeständigkeit ein bevorzugtes Material für unsere Lötmasken. Die gezielte Wärmebehandlung nach dem Reinigen dient dazu, die Eigenschaften für den Einsatz im Lötprozess zu optimieren.“
Lars Iwers
Da Miniwellenlötprozesse häufige Temperaturwechsel beinhalten, muss sichergestellt werden, dass die Lötmaske im späteren Einsatz dimensionsstabil bleibt. Die gezielte Wärmebehandlung sorgt dafür, dass sich das Gefüge des Titans stabilisiert und thermische Ausdehnungen vorhersehbar verlaufen. Dadurch bleibt die Passgenauigkeit zwischen Maske, Baugruppe und Lötmodul auch über viele Prozesszyklen hinweg konstant.
„Somit erhalten auch filigrane Geometrien, wie dünne Abtrennungen und Stege, auch nach dem Überarbeiten eine zuverlässige Stabilität.“
Lars Iwers
Jede überarbeitete Titan-Lötmaske wird im Eutect-Technikum einer praxisnahen Funktionsprüfung unterzogen. Erst nach bestandener Validierung wird die Maske wieder für den Serieneinsatz freigegeben.
Die systematische Überarbeitung von Titan-Lötmasken verlängert deren Lebensdauer signifikant und reduziert den Bedarf an Neufertigungen.
„Es handelt sich hierbei zwar nicht direkt um unseren Cradle-to-Cradle-Ansatz, aber auch hier verfolgen wir eine wirkliche Nachhaltigkeit, die auf Ressourcenschonung und maximale Wiederverwendbarkeit ausgelegt ist“,
betont Iwers und lädt die Besucher der diesjährigen productronica dazu ein, die Möglichkeiten der Überarbeitung von Titan-Lötmasken direkt am Messestand 439 in Halle B2 zu besprechen.
„Besuchen Sie uns auf der productronica!“
Leitung Vertrieb
