Productronica 2021 - Matthias Fehrenbach von Eutect zum Thema Nachhaltigkeit

Auch in diesem Jahr waren wir dabei, auf der Weltleitmesse für Entwicklung und Fertigung von Elektronik.
Geschäftsführer Matthias Fehrenbach berichtet im Gespräch auf der Productronica, welche Rolle das
Thema Nachhaltigkeit im Produktportfolio von Eutect spielt.

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Aufgrund der steigenden Miniaturisierung und der immer höheren Packungsdichte steigen die Anforderungen an die einzelnen Fertigungsschritte in der Elektronikindustrie. So auch beim Laserlöten von Baugruppen, wo ein präzises Ausrichten des Lasers Garant für das Vermeiden von Lotbrücken und für hochgenaue, reproduzierbare Lötergebnisse ist. Da Miniaturisierung und Erhöhung der Packungsdichte ein unaufhaltsamer Trend sind, kooperiert der Laserlötspezialist Eutect mit Jenoptik, um für zukünftige Anwendungen eine noch genauere Ausrichtung des Lasers zu gewährleisten.

„In der Regel bekommen wir die Projekte auf den Tisch, die mit Standardlösungen nicht umgesetzt werden können. Das gilt auch für selektive Lötprozesse, bei denen ein Laser zum Aufschmelzen des Lotes in Frage kommt“, erklärt Matthias Fehrenbach, Geschäftsführer der Eutect GmbH. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Lotdraht über eine Drahtzuführung gefördert wird oder über das neu an der productronica im München vorgestellte Sustained Ring Soldering (SRS)-Lötverfahren. Das SRS-Modul fertigt aus gängigen Lotdrähten Lotringe, welche ein neues taktzeitoptimiertes, hochgenaues und wirtschaftlich nachhaltiges Baugruppenlöten ermöglichen. Mittels des neu entwickelten SRS Moduls lassen sich vorkonfektionierte Lotringe on the Fly fertigen und auf und um THT Pins legen. Die automatisch reproduzierbar hergestellten Lotringe können händisch, mit Hilfe spezieller Pinzetten und Magazin-Dispenser, sowie automatisch mittels eines speziellen, hochdynamischen Pick & Place Handlings auf die zu prozessierenden Lötstellen bzw. über die durchkontaktierten Pins positioniert werden. Im Anschluss werden diese mit Laser-, Kolben- oder auch Induktionslötverfahren, als auch mittels IR-Strahler oder Heißluft prozessiert. „Um gerade bei der Verarbeitung des Lotringes mit Laser hochgenaue Ergebnisse zu erzielen, die zukünftigen Anforderungen gerecht werden, eignet sich das Vision-unterstütze Laserwerkzeug JENvelt® von Jenoptik ideal“, führt Fehrenbach weiter aus.

Das JENvelt® ist eine Plug & Play-Lösung die 2D-Galvoscanner, F-Theta Objektiv und Kamera mit integrierter Bildverarbeitung und intelligenter Software kombiniert. Es handelt sich um eine Plattformlösung, die für verschiedene Anwendungen optimiert werden kann und als einbaufertiges System in bestehende Maschinenlösungen integriert wird. „Das JENvelt® ist einfach in Maschinen zu integrieren und erfüllt die Anforderungen der heutigen und zukünftigen Lasermaterialbearbeitung“, erklärt Steffen Reinl, Key Account Manager bei Jenoptik Optical Systems. Systemintegratoren, wie die Eutect GmbH, profitieren von der Komplettlösung mit einer kurzen Einrichtungszeit und einem intelligenten Softwarepaket. Diese Software ist das Kernstück des Systems, das die Scanner- und Lasersteuerung sowie die Bilderkennung vereint. Die Software bildet Fertigungsprojekte ab, gewährleistet die Überwachung des laufenden Prozesses sowie die Auswertung und Rückkopplung der gewonnenen Daten in das Steuerungssystem.

Eutect wird das JENvelt® als weiteres Lasermodul in den Modulbaukasten des Unternehmens aufnehmen. „Mit diesem Vision-unterstützten, intelligenten optische Laserwerkzeug können wir noch präzisere Lötstellen erzeugen, gerade wenn es um hochanspruchsvolle Baugruppen geht“, betont Fehrenbach und Reinl ergänzt: „Der integrierte Bildkanal ist perfekt auf den Galvoscanner ausgerichtet und kalibriert. In Kombination mit unserer Softwarelösung gewährleisten wir die Positionierung des Lasers unabhängig von Positions- und Formtoleranzen des zu bearbeitenden Teils und erreichen so eine sehr hohe Präzision.“ Reinl führt weiter über das JENvelt®-Systems aus, dass durch dessen Fähigkeit, Positionen von Bauteilen, -gruppen oder Konturpositionen sicher zu erkennen, dem Kunden die Möglichkeit eingeräumt wird, neue oder optimierte Fertigungskonzepte zu generieren. Vorrichtungen zu Positionierung der Baugruppe können obsolet werden, neue Maschinenkonzepte wären möglich. Auch kann eine Reduzierung der Laserleistung erreicht werden. Bauteiltoleranzen werden ebenfalls ausgeglichen, da das JENvelt® immer die tatsächliche Position erkennt. Diese Eigenschaft führt zu genaueren Lötergebnissen, reduzierten Vorrichtungskosten und somit zu reduzierten Kosten je Baugruppe. Für Fehrenbach gibt es aber einen weiteren ganz entscheidenden Vorteil: „Wir haben unser SRS-Modul zusammen mit unserem neuen Inline-Fertigungskonzept E-ssembly auf der diesjährigen Motek vorgestellt. E-ssembly basiert auf der Integration des XPlanar Moversystems von Beckhoff, bei dem unterschiedliche Baugruppen innerhalb einer Fertigungslinie gleichzeitig transportiert und unterschiedlichen Prozesse zugeführt werden können. Das JENvelt® ist in der Lage, verschiede Baugruppenvarianten innerhalb eines Fertigungsprozesses zu erkennen und hochgenau zu bearbeiten. Somit könnten die Daten, die über den QR-Code des XPlanar Movers kommuniziert werden, vom JENvelt® noch einmal gegengecheckt werden. Er ist somit eine ideale Ergänzung zu unserer Idee einer innovativen Inline-Fertigung.“

Jenoptik stellt das JENvelt® Optikmodul auf der productronica in Halle B2, Stand 506 aus. Eutect präsentiert das SRS-Löten auf dem Kompetenzstand zum Thema Löten in Halle A4, Stand 315.

Dass auch im Bereich des selektiven Lötens Platz für neue Prozessverfahren und -innovationen ist, beweist die Eutect GmbH wieder einmal mit dem neu entwickelten SRS-Lötverfahren. SRS steht für Sustained Ring Soldering (SRS) und bietet aufgrund vorgefertigter Ringe aus Lotdraht eine neue Möglichkeit des taktzeitoptimierten, hochgenauen und wirtschaftlich nachhaltigen Baugruppenlötens.

„Mittels des neu entwickelten SRS-Moduls lassen sich vorkonfektionierte Lotringe auf und um THT-Pins legen, die dann mittels Laser-, Kolben- oder auch Induktionslötverfahren, als auch mittels IR-Strahler, Heißluft oder Thermoden aufgeschmolzen werden“, beschreibt Matthias Fehrenbach, Geschäftsführer der Eutect GmbH das grundlegende Prinzip des SRS-Lötens. Das SRS-Modul ist eine vollautomatische Ringproduktionsvorrichtung, die zur Herstellung von spezifischen Lotringen aus handelsüblichen Lotdrähten, mit oder ohne Flussmittelseele, eingesetzt wird. Dabei können je nach Werkzeugeinsatz, im Durchmesser unterschiedliche Lotdrähte mit spezifischen Ringdurchmessern gebogen werden. Die so hergestellten Lotringe können händisch, mit Hilfe spezieller Pinzetten und Magazin-Dispenser, sowie automatisch mittels eines speziellen hochdynamischen Picks & Place Handlings auf die zu lötenden Lötstellen bzw. über die durchkontaktierten Pins positioniert werden.

„Das SRS-Löten ist hochgenau und extrem nachhaltig, da die Lotmenge exakt zugeschnitten werden kann“, führt Fehrenbach weiter aus. Sowohl beim Handlöten als auch beim Zuführen von Lotdraht innerhalb des Laser-, Kolben oder Induktionslötens können kleinste Abweichungen unterschiedliche Lotergebnisse ergeben. „Aufgrund der Drahtdicke sowie der definierten Drahtlängen wird immer ein reproduzierbares Lotvolumen bereitgestellt. Ein Anschnitt fällt weg, so können nahezu 100% einer Lotdrahtrolle verarbeitet werden“, so Fehrenbach. Gerade für das Handlöten ist dies entscheidend, da hier aufgrund der Zeitspanne, die zum Auflöten des Drahtes seitens des Mitarbeiters verwendet wird, die höchste Ungenauigkeit in punkto Lotmenge und Flussmittel besteht. Somit wird der gesamte Lotprozess, ob manuell oder automatisch, optimiert, da Fehlerquellen eliminiert, der Ausschuss reduziert und die Prozessgenauigkeit erhöht werden. „Des Weiteren können wir aufgrund des exakten Lot- sowie Flussmittelvolumens des Lotrings auch der Energiebedarf zum Aufschmelzen noch präziser definieren, so dass wir gerade bei hohen Serienfertigungsvolumen weitere Einsparungen durch einen reduzierten Energiebedarf erreichen“, erörtert Fehrenbach.

In ersten Evaluierungen konnte das Team um Fehrenbach signifikante Einsparungen für die Erstkunden nachweisen. Diese setzten sich aus einer Reduzierung des Drahtverschnitts, einem geringeren Energiebedarf, einer Minimierung des Maschinenverschleißes sowie einer Taktzeitoptimierung aufgrund des Wegfalls von Aufheizzeiten und der sofortigen Verfügbarkeit zusammen. Des Weiteren kann das SRS-Modul mit dem jeweiligen Lötmodul in der E-Zelle integriert werden, so dass dieser Lötprozess inline in jeder bestehenden Prozesslinien integriert werden kann. Bei engstehenden Pins werden die Lotringe abgeflacht, bzw. oval im Drahtdurchmesser verformt, so dass auch auf engstem Raum bestückt werden kann. Fehrenbach bestätigt: „In Evaluierungen haben wir nachgewiesen, dass sich die Lotstellen, egal bei welchen Lotringdurchmesser und egal bei welcher Wärmequelle, sauber und definiert ausbilden. Die Bildung des Lotminiskus ist exakt und reproduzierbar.“

Ein weiterer Vorteil ist die Prozessgeschwindigkeit. Da das Platzieren der Lotringe vom eigentlichen Lötprozess entkoppelt ist, können beide Einzelschritte gleichzeitig durchgeführt werden. „Diese Entkopplung ist gerade bei hohen Produktionsvolumina ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Taktzeitoptimierung“, so Fehrenbach. Neben dem Verkauf des SRS-Moduls bietet die Eutect GmbH aber auch das Zuschneiden der Lotringe als Dienstleistung an. „In diesem Fall schneiden wir die Ringe auf die vom Kunden gewünschten Durchmesser zu und liefern diese als Schüttgut, magaziniert oder vergurtet an“, beschreibt Fehrenbach den Prozess. Sind die Lotringe in herkömmlichen Vergurtungen verpackt, können sie auch mittels eines herkömmlichen Bestückungsautomaten platziert werden. „Damit garantiert der Prozess des SRS-Moduls in Verbindung mit unseren unterschiedlichen Lötmodulen, kombiniert in unserer neunen Produktionszelle E-Zelle, eine sehr hohe Prozessgenauigkeit und -reproduzierbarkeit“, betont Fehrenbach.

Eutect präsentiert das SRS-Löten auf dem Kompetenzstand zum Thema Löten in Halle A4, Stand 315.

Das Sustained Ring Soldering Modul fertigt aus gängigen Lotdrähten Lotringe, welche ein neues taktzeitoptimiertes, hochgenaues und wirtschaftlich nachhaltiges Baugruppenlöten ermöglichen. Mittels des neu entwickelten SRS Moduls lassen sich vorkonfektionierte Lotringe on the Fly fertigen und auf und um THT Pins legen. Die automatisch reproduzierbar hergestellten Lotringe können händisch, mit Hilfe spezieller Pinzetten und Magazin-Dispenser, sowie automatisch mittels eines speziellen, hochdynamischen Pick & Place Handlings auf die zu prozessierenden Lötstellen bzw. über die durchkontaktierten Pins, positioniert werden. Im Anschluss werden diese mittels Laser-, Kolben- oder auch Induktionslötverfahren, als auch mittels IR-Strahler oder Heißluft prozessiert.

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Mit der E-ssembly stellen wir ein völlig neues Linien-Fertigungskonzept vor, welches sich durch maximale Flexibilität, Dynamik sowie Nachhaltigkeit auszeichnet. Die damit neugeschaffenen Möglichkeiten sind nicht nur für die Elektronikfertigung sowie Aufbau- und Verbindungstechnik, sondern auch in der gesamten Automatisierung zukunftsweisend. Mittels des mit der Taktomat GmbH gemeinsam geschaffenem E-Zellenkonzeptes bieten wir eine gemeinsame Basis, um mit Integrationen wie die des schwebenden 2D-Produkttransportsystems XPlanar von Beckhoff, einen maximalen Kundennutzen zu generieren.

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Mit der E-ssembly stellt die Eutect GmbH ein völlig neues Linien-Fertigungskonzept vor, welches sich durch maximale Flexibilität, Dynamik sowie Nachhaltigkeit auszeichnet. Die damit neugeschaffenen Möglichkeiten sind nicht nur für die Elektronikfertigung sowie Aufbau- und Verbindungstechnik, sondern auch in der gesamten Automatisierung zukunftsweisend. Mittels des mit der Taktomat GmbH gemeinsam geschaffenem E-Zellenkonzeptes bietet der Sondermaschinenbauer aus Dusslingen eine gemeinsame Basis, um mit Integrationen wie die des schwebenden 2D-Produkttransportsystems XPlanar von Beckhoff einen maximalen Kundennutzen zu generieren.

„Eutect steht dafür mit seinen Kunden und Partnern zusammen für die jeweilige Aufgabe eine gemeinsame und optimale Lösung zu finden. Mit dem Projekt, welches wir in Teilen auf der Motek 2021 zeigen werden, zeigen wir, wie lösungsorientiert und erfolgreich dieses Zusammenarbeiten sein kann. Bei diesem Projekt zeigte uns der Kunde, auf welche Möglichkeiten und Effizienz uns aus der Integration des schwebenden 2D-Produkttransportsystems XPlanar von Beckhoff zur Verfügung stehen könnten. Mit Blick auf Flexibilität: sprich jeder Mover und damit jedes Produkt kann separat und unabhängig durch die einzelnen Prozessstationen und Zellen transportiert und höchstgenau positioniert werden. Damit kann das XPlanar die in vielen Prozessen nötigen Achs- und Roboterhandlingsysteme komplett übernehmen und somit einsparen. Mit Blick auf Dynamik und damit die oft entscheidende Taktzeit, sind die Beschleunigungen sowie die generellen Geschwindigkeiten der im XPlanar bewegten Mover mehr als beeindruckend.“ erklärt Matthias Fehrenbach, geschäftsführender Gesellschafter der Eutect GmbH. Die Wahl fiel somit auf das Planarmotorsystem für schwebenden 2D Produkttransport und 6 Freiheitsgraden von Beckhoff. „Die daraus resultierende E-ssembly-Lösung bietet maximale Flexibilität und Effizienz für unterschiedlichste Prozessschritte. In unserem ersten Kundenprojekt durften wir dann das Palettieren, Montieren, Prüfen, Löten und De-Palettieren in verschiedenen Produktionszellen, die alle mit dem XPLanar verbunden sind, realisieren“, führt Fehrenbach weiter aus. Auch Eutect-fremde Systeme und Prozesse können somit leicht und einfach in eine bestehende Produktionslinie und oder Automation integriert werden.

Das XPlanar kombiniert die Vorteile herkömmlicher Transport- und Kinematiksysteme und ergänzt diese um die einzigartige Magnetschwebetechnologie. „Durch den schwebenden 2D-Produkttransport entstehen vollständig neue Möglichkeiten für das Handling von Produkten innerhalb und außerhalb der Maschine als auch zwischen den einzelnen Prozessschritten. Das bedeutet, dass wir die Inline-Fertigung völlig neu betrachten können und sich daraus Möglichkeiten ergeben haben, die mit den herkömmlichen Bandtransportsystemen nicht umsetzbar sind“, führt Fehrenbach weiter aus. So steht dem Anwender die individuelle Bewegungsfreiheit fahrerloser Transportsysteme im Kleinen zur Verfügung, denn einzelne Baugruppen können innerhalb des Fertigungskonzeptes über beliebige Wege an beliebige Orte transportiert werden. Das XPlanar vereint diese Flexibilität mit der Dynamik eines Linearmotors und ermöglicht dadurch die taktzeitoptimierte Verknüpfung einzelner Produktionsschritte und Maschinen. Darüber hinaus können Baugruppen zusätzlich angehoben und oder gesenkt werden, womit das XPlanar einzelne Produktionsschritte weiter signifikant unterstützt und vereinfacht. Die Positionierung eines Produktes bei der Bearbeitung wird erstmalig zur Aufgabe des Transportsystems, denn der Schwebeeffekt ersetzt jegliche mechanische Führungskomponente, wodurch ein neuer Flexibilitätsgrad erreicht wird.

Die im Sommer 2021 von Eutect neu vorgestellte modular erweiterbare Produktionszelle E-Zelle ist unter anderem auf den Einsatz des XPLanar ausgerichtet. „Bei der Entwicklung der E-Zelle hatten wir die zukünftige Integration des XPlanar fest im Blick. D.h., dass die Planarkacheln in die neue Zelle integriert werden können“, führt Fehrenbach weiter aus. Dank dieser Möglichkeiten ergeben sich hier für den schwäbischen Sondermaschinenbauer neue Konzeptionslösungen. Durch die freien Verfahrwege, auf denen der Mover mit eine Wiederholgenauigkeit von 10 µm eingesetzt wird, können in einer Produktionslinie unterschiedliche Baugruppen gleichzeitig und unabhängig von Reihenfolge sowie Station bearbeitet werden. Mit einer Geschwindigkeit von 2m/s transportieren die Mover Baugruppen intelligent und taktzeitoptimiert von Prozessstation zu Prozessstation. „Wir können damit die Ausbringung und somit die Effizienz der eingesetzten Maschinen für eine Serienproduktion massiv erhöhen. Hinzu kommt, dass mit dem kontaktlosen Transport der Service-, Wartungs- sowie Verschleißteilbedarf minimalisiert und damit der Schritt Richtung Nachhaltigkeit real wird.“ erläutert Fehrenbach.

Dank der erreichten hohen Modularität können so auch verschieden Prozesszellen leicht miteinander verbunden werden. „Der Aufwand für den Prozessumbau und die Prozessintegration sowie die Umrüstung sind minimal. Beispielsweise können auch Prozesszellen leicht gegeneinander ausgetauscht oder um diese erweitert werden, sollte eine andere Prozess- und oder Löttechnologie notwendig sein“, so Fehrenbach. Weiter führt der Geschäftsführer der Eutect GmbH aus, dass sich dadurch hohe Linienauslastungen optimal skalieren lassen. Da die von prozess- und damit taktzeitabhängigen Prozessstationen unabhängig voneinander aber optimal beschickt werden können.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass die Nachfrage nach Fertigungslösungen, die frei in ihrer Ausbaustufe, Anordnung sowie Bestückung sprich Aufgabe auslegbar und oder skalierbar sind, stark steigen wird. Und mit der E-ssembly Lösung wollen wir unseren Kunden und Partnern diese Flexibilität, Effizienz und Wiederverwendbarkeit bieten“, blickt Fehrenbach in die Zukunft. Des Weiteren werden die Spezialisten der Eutect GmbH auch gleich noch ein neu entwickeltes Lötverfahren auf der Messe vorstellen. Dieses Lötverfahren ist taktzeitoptimiert, reproduzierbar und frei integrier- sowie automatisierbar. Es handelt sich dabei um das Sustained Ring Soldering-Verfahren (SRS), welches Fehrenbach und sein Team ebenfalls auf der Motek 2021 auf dem Gemeinschaftsstand mit der Taktomat GmbH in Halle 5, Stand 5215, präsentieren werden.

Mit unserem kompletten Servicewagen, inklusive allen notwendigen Werkzeugen sowie den vorbereiteten Aufnahmen für das Anschlussstück des Pumpenmoduls und der PD68 Lötdüse, erhalten Sie den idealen und mobilen Arbeitsplatz für Ihre Service- und Wartungstätigkeiten. Für kundenspezifische Lötmodule sowie kundenspezifische Lötdüsen bzw. Matrixdüsen bieten wir ebenfalls Aufnahmelösungen auf Anfragen an.

Der Servicewagen besitzt eine ausziehbare VA-Schmutz-Oxidwanne sowie diverse abschließbare Schubfächer für Wartungs- und Reinigungswerkzeuge, bzw. Reinigungsmedien. Die umfassende Erstausstattung besteht aus folgenden Bestandteilen:

  • Standard-Werkzeuge: Bürsten, Rakel, Inbusschlüssel, Schraubendreher
  • Typische Ersatzschrauben
  • Isoliermaterial für Tankmodul
  • 2 Stück Gasverschraubungen (G1/8“)
  • 1 Stück Kupferpaste
  • 1 Set VA- Schrauben
  • 1 Stück Pinsel
  • 1 Stück VA-Lot-Oxid-Abzieher
  • 1 Stück Messingbürste
  • 1 Paar Wärme-Handschuhe
  • 1 Schutzbrille in praktischer Aufbewahrungsbox

Alle Bestandteile können über den Onlineshop einzeln nachbestellt werden: https://shop.eutect.de/

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Um eine noch höhere Präzision und Modularität anbieten zu können, hat die Eutect GmbH mit dem Automationsspezialisten Taktomat GmbH eine skalierbare Standardzelle entwickelt. Die E-Zelle umfasst einige Neuerungen, die einen noch höheren Individualisierungsgrad der Lösungen rund um die Sonderlötautomation der Eutect ermöglichen.

„Unsere Standardzellen sind absolute Neuentwicklungen, die notwendig wurden, um die von uns gewohnte Modularität auf ein neues Level zu heben“, erklärt Matthias Fehrenbach, geschäftsführender Inhaber der Eutect GmbH. So entwickelten sich in den letzten Jahren die Eutect-Lösungen zu immer komplexeren Maschinen, in denen eine Vielzahl unterschiedlicher Prozesse integriert wurden. Hinzu kam die steigende Miniaturisierung der Baugruppen, die zu immer engeren Präzisionsvorgaben führte. „Diese Entwicklung können wir mit unseren heutigen Zellen gut abdecken. Wir gehen aber davon aus, dass sich die Trends in punkto Komplexität und Miniaturisierung weiterentwickeln werden und somit wurden neue Überlegungen bezüglich zukunftsfähiger Zellenkonzepte notwendig“, so Fehrenbach.

Das neue Standardzellenkonzept vereint ein neues Design mit höherer Präzision sowie einer noch höheren Zellenmodularität. Des Weiteren wurde die Herstellgenauigkeit erhöht und die Stabilität der E-Zellen maximiert. Die neuen Standardzellen besitzen somit eine höhere Steifigkeit als ihre Vorgänger und ermöglichen daher auch eine höhere Präzision im Lötprozess und der Automatisierung. Das gesamte Maschinengestell, inklusive der Türen und Scheiben, ist ESD-fähig. Neben dem neuen Zellenkonzept wurde auch ein neues Schaltschrankkonzept entwickelt. Bisher enthielt jede Anlage mehrere kleine Schaltschränke, die an unterschiedlichen Stellen in der Anlage verbaut wurden. Die neuen E-Zellen beinhalten einen großen, zentralen Schaltschrank, der auch das Cradle-to-Cradle-Konzept der Eutect unterstützt. Der neue Schaltschrank ermöglicht einen schnellen Tausch der gesamten Elektronik, inklusive der Verkabelung, so dass die Zelle nach einem eventuellen Rückkauf schnell auf neue Aufgaben vorbereitet werden kann. Des Weiteren unterstützt der Schaltschrank auch die Service- und Wartungseffizienz, da die gesamte Elektronik an einem Ort verbaut ist.

„Es gibt aber einen weiteren Vorteil, der für uns in der Entwicklung und Fertigung kundenspezifischer Lösungen ungeheuer wichtig ist“, führt Fehrenbach weiter aus. Jede einzelne E-Zelle kann um das Rastermaß von 300mm in die Breite und Länge individuell angepasst werden. „Dadurch können wir sehr flexibel auf Kundenwünsche und Anforderungen reagieren und unsere Anlagen leicht anpassen. Diese Modularität ermöglicht auch völlig neue Umsetzungen in punkto Inline-Fertigung“, so Fehrenbach. Mehr möchte der Geschäftsführer dazu nicht verraten. „Nur so viel, wir werden dieses Jahr mit einer absoluten Neuerung in der Inline-Fertigung auf den Markt kommen. Und um diese umzusetzen sind diese neuen Zellen notwendig“, ergänzt Fehrenbach. Sämtliche Löt- und Kinematikanwendungen von Eutect können in die Zellen integriert werden.

Die Emil Otto GmbH, unser Partner für Flussmittel, steht seit 1901 für höchste Qualität. Als inhabergeführtes Unternehmen in der fünften Generation, hat sich Emil Otto der Entwicklung und Herstellung hochwertiger Flussmittel für die Elektronikproduktion verschrieben. Gerade für selektive Lötanwendungen hält Emil Otto eine Reihe an hochqualitativen alkohol-, wasserbasierenden und hybriden Flussmitteln parat. Einen Teil dieser Flussmittel können Sie in unterschiedlichen Verpackungseinheiten direkt über unseren Onlineshop beziehen. Des Weiteren bieten wir das EO-FLUX-COVER an. Dies dient zur Beschichtung der Oberflächen von Bauteilanschlüssen, Zusatzwerkstoffen etc. und bietet einen zuverlässigen, lötbaren Korrosionsschutz.

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Da rollt aber etwas auf unseren Hof… Oder sollten wir eher sagen surft? Mit unserem nagelneuen „Lot Rider“ sind wir jetzt auch optisch ganz in unserem Element.

    • Seine Qualifikation: Lösungskompetenz
    • Seine Optik: individuell, wie unsere Lösungen
    • Seine Mission: maximale Effizienz und Service für Ihre Lötautomation
    • Sein Treibstoff: Liebe zur Technik

Also alles im Lot and let’s go!