EUTECT stellt neues SWF-Kolbenlötmodul vor

Mit dem Sensitive Wire Feeder (SWF) hat die EUTECT GmbH den einzigen patentierten, intelligenten Drahtvorschub weltweit im Sortiment. Dieser kann in Verbindung mit einem Laser- (LL), Kolben- (KL) oder Induktionssystem (IL) zum Löten von Baugruppen eingesetzt werden. Im Rahmen der kontinuierlichen Produktweiterentwicklung stellt der schwäbische Lötspezialist nun ein neues Kolbenlötmodul in Kombination mit dem SWF vor.

„Basierend auf einer Kundenanfrage haben wir den Kolbenlötprozess grundlegend überdacht“, erklärt Matthias Fehrenbach, Geschäftsführer der EUTECT GmbH. So beinhaltete der Kundenwunsch den Prozess des Kolbenlötens unter Stickstoff durchzuführen, inklusive eines vollautomatischen Lötspitzenwechsels. Da die Prozesslösung für EUTECT immer höchste Priorität hat, stand die maximale Funktion und Kontrollierbarkeit der eingesetzten Module im Fokus. Zusammen mit JBC hat EUTECT daher ein vollautomatisiertes SWF-KL-Modul entwickelt, welches in drei wichtigen Kategorien neue Maßstäbe setzt.

In Kombination mit dem SWF ist das neue KL-Modul das weltweit einzige kraft-, drahtmengen- und geschwindigkeitsgeregelte Kolbenlötsystem mit einer 100%-igen Nachverfolgbarkeit. Des Weiteren ist das neue Modul weltweit alleinig mit einem vollautomatischen Lötspitzenwechsel und einer integrierten Stickstoffbegasung ausgestattet. Mithilfe von intelligenten Sensoriken wird dem Bediener signalisiert, wann sich der Draht im Vorschub dem Ende neigt. Dabei hat das System nach dem Signal weitere 40mm Lotdraht in Reserve, um die laufende Lötung sowie den Prozess abschließen zu können. „Wir haben den SWF 2018 ebenfalls überarbeitet. So kann der SWF in der neuen Version schnell und einfach auch auf unterschiedliche Lotdrahtdurchmesser eingestellt werden. Somit erlangen wir eine hohe Flexibilität für unterschiedliche Anwendungen“, führt Fehrenbach weiter aus. Des Weiteren kann der SWF in seiner letzten Ausbaustufe auch frei im Maschinenraum integriert werden. Der für das optimale Lötergebnis einstellbare SWF KL-Systemadapter ermöglicht eine nahezu komplett freie, solide und reproduzierbare Anordnung von Drahtvorschüben und der Lötkolbenkinematik.

Das neue SWF KL-Modul kann darüber hinaus optional mit einer Absaugung ausgerüstet werden. Die Absaugung wird in Abhängigkeit zur Gesamtautomatisierung, dem zu lötenden Produkt sowie zum Prozessablauf integriert und minimiert Verunreinigungen in der Anlage und in den verbauten Komponenten. Aufgrund dessen lassen sich Service- und Wartungszeiten optimieren. Ein maximales Prozessfenster wir durch die frei einstellbaren Geschwindigkeiten und Warte- und Verweilzeiten im SWF-Modul und in der motorischen und gefederten Kolbenzustellung ermöglicht. Auch der Lötkolben selbst kann an die Produktionsbedingungen und Vorgaben angepasst werden. Die Lötkolbenstandzeit kann durch die gewählte Standby-Temperatur und die Funktionen in Abhängigkeit zum spezifischem Lötprozess maximiert werden.

Neben dem SWF-Modul und dem Lötkolbeneinsatz wurde ein neues Lötspitzenwechselsystem entwickelt. Der Lötspitzenwechsel wird je nach Prozessaufgabe durchgeführt oder nach festgelegten Intervallen. „Wir wollen mit diesen Funktionen die höchstmögliche Reproduzierbarkeit beim vollautomatischen Kolbenlöten erreichen. Aber auch der effiziente und nachhaltige Einsatz von Lötspitzen soll garantiert werden. Daher arbeiten wir an weiteren, zukünftigen Lösungen. Um die Lötkolbenstandzeit bzw. den Materialaufwand weiter maximal zu nutzen und somit den Spitzenbedarf zu mindern, arbeiten wir beispielsweise daran, die Lötkolbenspitzen nicht nur einseitig zu nutzen, sondern diese auch vollautomatisch zu drehen, um eine längere Einsatzzeit zu erreichen“, blickt Fehrenbach in die Zukunft.