IW-Lötmodul von EUTECT reduziert Stillstandzeiten und den Aufwand für Service & Wartung

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EUTECT Modular System
EUTECT Modulbaukasten Gesamtübersicht
EUTECT Modular System Overview

Seit 2018 setzt die KRIWAN Industrie-Elektronik GmbH das Selektive Miniwellen-Lötmodul IW1 von EUTECT ein.

Für das bei KRIWAN inhouse eingesetzte Verfahren der PTC-Pillenlötung haben die Fachleute von EUTECT das IW1 Hochtemperaturlötmodul gemäß den spezifischen Anforderungen ausgerichtet. So wird bei dieser Anlage das Lotbad automatisch auf 400 °C aufgeheizt und im Betrieb auf 365 °C und damit auf eine für die kundenspezifische Anwendung extrem niedrige Prozesstemperatur abgesenkt. „Das auf solider Maschinenbautechnologie basierende IW-Hochtemperaturlötmodul von EUTECT erfüllt damit eine für uns äußerst wichtige Vorgabe“, betont Volker Wassermann, Industrial Engineer bei KRIWAN Industrie-Elektronik GmbH.

Prozessstabiles Modul

Bei dem Selektiven Miniwellen-Lötmodul von EUTECT wird durch das Hochpumpen der Lotschmelze aus einem beheizten Lottank per Induktionspumpe eine fließende Lotwelle generiert. Dabei fokussieren produktspezifische, schnell wechselbare Lötmasken und Lötdüsen den Lotfluss auf die eigentliche Lötstelle. Die aufeinander abgestimmte Lötdüse und Lötmaske grenzen den Lotfluss ab und verhindern dadurch eine erhöhte Wärmebelastung und Vorschädigungen der Lötprozessumgebung.

„Ein äußerst vorteilhaftes Attribut des Miniwellenlötmoduls ist das mit eigener Heizung versehene Außenrohr, weil sich hier im Vergleich zu den Wärmegraden im Modul höhere Temperaturen einstellen lassen. Miniwellen-Lötanlagen mit unbeheiztem Außenrohr benötigen nach längeren Stillstandzeiten hingegen bis zu 3 Stunden, um wieder Betriebstemperatur zu erlangen“, sagt Wassermann. Beim IW-Lötmodul von EUTECT lässt sich dank einer produktspezifischen Gashaube eine Stickstoffschutzgasatmosphäre strömungstechnisch sehr eng an den aufsteigenden Lotfluss anlegen. Dabei wird die Gasführung durch das Lötmodul geleitet. Da das Gas in der Lötdüse nach oben steigt, tritt vorgewärmter Stickstoff aus der Gashaube. Die heiße Stickstoffatmosphäre unterstützt während dem Lötprozess die selektive Flussmittelaktivierung und die Desoxidierung der zu benetzenden Oberflächen. Dadurch wird insbesondere bei höheren thermischen Massen der Lotdurchstieg in der direkten Prozessumgebung gefördert, ohne benachbarte Bauteile thermisch zu belasten. Zudem verringert der mäanderförmige Lotrückfluss die Schlackebildung.

Das Selektive Miniwellen-Lötmodul IW bietet aber noch weitere Optionen wie zum Beispiel die Lotwellenhöhenregelung mittels Laserlichtband. Ein Laser misst dabei kontinuierlich die Höhe der Lötwelle und regelt bei abweichender Prozesshöhe automatisch nach. Ein automatischer Drahtvorschub hält das Lotbadniveua konstant. Damit ermöglicht diese Technologie einen reproduzierbaren Gesamtprozess bei vollständiger Betriebsdatenerfassung. Hochpräzises Inject-Fluxen, spritzfreies Pinsefluxen, flächeneffizientes Sprühfluxen oder taktzeitoptimiertes Hub-Tauch-Fluxen ermöglichen hingegen den passgenauen Flussmittelauftrag. Eutect erstellt überdies kundenspezifisch auf die Düse abgestimmte Aufheiz-Algorithmen. Ein weiterer Vorteil, da die Welle beispielsweise nach einem Service vergleichsweise schnell verfügbar ist.

Außerdem verfügt das IW-Lötmodul von EUTECT über eine querliegend eingebaute Induktionspumpe, weshalb sich Schlacketeilchen vor allem im Bad absetzen. „Die Service & Wartungsintervalle sind beim IW-Lötmodul vergleichsweise gering, was sich positiv auf die Stillstandzeiten auswirkt“, hebt Wassermann hervor. So sind bei der im 24/7-Betrieb laufenden EUTECT-Anlage wöchentlich zweimal 10-15-Minuten und einmal monatlich etwa 30-45 Minuten für die Instandhaltung einzuplanen. Die von EUTECT eingesetzte Kinematik arbeitet nahezu beständig genau und reproduzierbar. So ist beispielsweise die Lötposition des Hubtisches lediglich etwa viermal wöchentlich leicht anzupassen. „Bevor wir das IW-Lötmodul von EUTECT eingesetzt haben, mussten wir täglich 20-30 Minuten und jede Woche 30-60 Minuten für die Wartung einplanen und zudem alle 1-2 Stunden die Düsen reinigen und gegebenenfalls nachregeln“, erläutert Wassermann.

Durch planar und gefedert anliegende Lottank-Heizplatten mit integrierten Heizpatronen und Temperaturfühlern ermöglichen das IW-Lötmodul außerdem langfristig die verschleißfreie Übertragung der Heizleistung des Lottanks an die Lotschmelze. Spezifische Beschichtungen schützen dabei die direkt in der Lotschmelze befindlichen Oberflächen von Lottank, Lotpumpe und Lötdüse vor Ablegierung und Verschleiß und erlauben überdies höhere Bauteilstandzeiten im Lot. Zudem wird die Lotbadtemperatur doppelt überwacht. „Mit dem Miniwellen-Lötmodul von EUTECT konnten wir die Wartungsintervalle deutlich reduzieren und zeitgleich die Gesamtverfügbarkeit der Anlage im Fertigungsbetrieb signifikant erhöhen. Ein großer Vorteil, da ein häufiger Ausfall von Lötanlagen die Budgetplanung erheblich belastet“, hebt Wassermann abschließend hervor.

Der EUTECT-Faktor

Der EUTECT-Faktor ist ein immaterielles Produkt aus unserem Haus, dass in all unseren Anlagen  und Modulen verankert ist. Manche sagen, dass es der Schwäbische Tüftlergeist ist. Für uns sind es eher Mehrwerte, die nicht einfach durch Hard- und Software generiert werden, sondern schlichtweg auf innovativen Ideen basieren. Es sind Charaktereigenschaften unserer Produkte, die dazu beitragen den EUTECT-Lötprozess effizient und zuverlässig zu machen. Dazu zählen Parameter wie minimierte Produktionskosten und niedrige Takt- und Stillstandzeiten. Um diese Parameter zu erreichen, investieren wir Zeit, Ideen und Kreativität, um schlussendlich daraus den EUTECT-Faktor zu generieren.

 Retrofit-Angebot für höhere Maschinenverfügbarkeit

Um die Maschinenverfügbarkeit für Bestandsmaschinen im Markt zu erhöhen, bietet Eutect GmbH seinen Kunden ein umfangreiches Retrofit-Angebot an, welches die Verfügbarkeit der Eutect-Maschinen um bis zu 10% steigert und das Erreichen der Einsatzbereitschaft nach Service- und Wartungseinsätzen doppelt so schnell ermöglicht.

Unser Retrofit-Angebot umfasst ein Update unserer SoFa-Software Familie sowie der Hardware-Steuerungskomponenten. Beim Installieren der Updates wird eine komplette Datensicherung durchgeführt. Mittels dieser Datensicherung wird bei Eutect ein Testsystem aufgebaut, in dem alle Updates und Anpassungen durchgeführt werden. Erst nach ausführlichen Tests werden die neuen Versionen auf die Kundenanlagen überspielt.

Die Eutect GmbH, Spezialist für selektives Löten in der Elektronikindustrie und die Butter & Salt tech marketing GmbH nehmen an der SMTconnect 2023 mit einem Gemeinschaftsstand teil. Fachbesucher können sich am Teilstand der Eutect über effiziente Lösungen rund um die Aufbau- und Verbindungstechnik informieren. B2B-Marketing- und Kommunikationsspezialist Butter and Salt hingegen bietet detaillierte Einblicke in das technische Marketing in der Elektronikfertigung.

Eutect präsentiert auf der SMTconnect selektive Lötprozesse, wie das Miniwellen- und Lasterlöten, die in einer Vielzahl an Fertigungsprozessen zum Einsatz kommen, wie beispielsweise die selektiven Lötwellen IW1 oder IW1-2, die mit der Schutzgasatmosphäre einen frei von Oxiden und Rückständen geführten Lötprozess garantieren. Durch die mittels Induktionspumpe kontinuierlich gepumpte Lötwelle wird der Wärmeübergang von der Lotschmelze homogen, umlaufend auf die Lötstellengeometrie übertragen. Dabei reinigt die fließende Lötwelle die Lötstelle von überschüssigen Flussmittelresten, Oxiden und Verschmutzungen.

Ein weiterer vorgestellter Lötprozess ist das Laserlöten, das einen schnellen und berührungslosen Energieeintrag erlaubt. Neben dem Miniwellen- und Laserlöten hat Eutect außerdem eine Vielzahl an Modulen für die Aufbau- und Verbindungstechnik im Programm. Der digitale EUTECT Modulbaukasten präsentiert seit mehr als 15 Jahren die gesamte Modulbandbreite der Maschinenlösungen für selektive Lötprozesse. Dabei entscheidet schlussendlich die Kundenaufgabe über die Wahl des optimalen Verbindungs-, Automations- oder Softwaremoduls. Die Experten bieten die für eine Aufgabenstellung prozesstechnisch und wirtschaftlich optimal passenden Module an und kombinieren bewährte Stand-Alone-, Rundtakt- oder Inline- Fertigungskonzepte zu Gesamtlösungen.

Außerdem haben sie in den letzten Jahren verstärkt Module entwickelt und optimiert, um die Verbrauchsdaten von Strom, Druckluft, Stickstoff oder anderer Verbrauchsmedien zu reduzieren und Wartungs- und Serviceaufwände minimieren zu können. „Nur durch diese Maßnahmen wird eine industrielle Fertigung im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben können. Daher optimieren wir konstant unsere einzelnen Module, um unseren Kunden eine hocheffiziente Prozessanlage gewährleisten zu können“, so Matthias Fehrenbach, Geschäftsführer der Eutect GmbH. Gleichzeitig gilt es, entsprechende Optimierungen, Prozesse und Neuprodukte zielgruppengerecht zu kommunizieren. „Grund genug, um mit einem gemeinsamen Messeauftritt auf die Möglichkeiten hinzuweisen, die technisches Marketing bietet“, hebt Florian Schildein, geschäftsführender Gesellschafter der Butter and Salt tech marketing GmbH die hervor.

Butter and Salt tech marketing setzt täglich umfangreiche Maßnahmen für diverse Unternehmen aus der Elektronikfertigung um. Dabei ist viel Erfahrung und technisches Interesse gefragt, schließlich ist technisches Marketing nur bedingt mit anderen Marketingdisziplinen vergleichbar. So reicht das Wissen um die spezifischen Kommunikationskanäle meist nicht aus, um aktuelle und zukünftige technische Produkte und Dienstleistungen zu vermarkten. Gefordert ist vielmehr ein zentraler Kontaktpunkt, der sich durch hohes technisches Verständnis auszeichnet. „Weil wir die Sprache der Kunden sprechen und deren Produkte kennen, umfasst unser Portfolio punktgenaue, klar definierte und effiziente Marketingmaßnahmen“, hebt Schildein die umfangreichen Marketinginstrumente hervor, auf welche die Kunden direkt zugreifen können. Zudem warten die Experten mit eigens entwickelten Plattformen auf. So informieren Butter and Salt Entwickler und Konstrukteure mit dem Informationsportal Future Supplier Hub anhand spezifischer Beiträge aus den Bereichen Elektronik, Automation & Robotik, IT & Software, Maschinenbau, nachhaltige Produktion und Metallverarbeitung zielgerichtet über neue Ideen, moderne Technologien und zukünftige Konzepte. Ein weiteres, eigenes, innovatives Werkzeug ist das Dokumentenmanagementsystem Pink Flamingo. Es ermöglicht Maschinenbedienern und Produktionsverantwortlichen anhand eines QR-Codes den direkten digitalen Zugriff auf maschinenspezifische Wartungshandbücher, Bedienungsanleitungen, Wartungsprotokolle und andere Unterlagen. Überdies lässt sich das Tool individuell für jeden Maschinenlieferanten und jede Maschine konfigurieren und mit definierten Zugriffsrechten versehen.

Eutect und Butter and Salt präsentieren sich auf der SMTconnect in Nürnberg vom 9. bis 11. Mai in Halle 4, Stand 121.

Als Experte für Aufbau- und Verbindungstechnik mit cleverer, modularer Lötautomation, steht EUTECT auch für die Transformation im Bereich e-mobility. An der Coiltech, im März, 2023 hat das Unternehmen die Lösungen einem großen Fachpublikum vorgestellt. Rund 3.000 internationale Besucher wurden bei der Messe, welche im Messezentrum Augsburg stattgefunden hat, begrüßt.

Die Coiltech Messe ist ein Branchentreffpunkt, welcher Maschinen, Materialien, Techniken und Testequipment für die Herstellung von Elektromotoren, Generatoren, Transformatoren und e-mobility Lösungen mit verschiedenen Spezialisierungsgraden, umfasst.

Fehrenbach und sein Team stellten aus dem Bereich Kupferlackdrahtlöten Prozesse und Miniwellenmodule vor. Die Lötprozesse von EUTECT werden von Unternehmen weltweit in einer Vielzahl von Fertigungsprozessen eingesetzt, sei es in der modernen Batteriefertigung für e-Mobility-Anwendungen oder bei der Herstellung von Key less-Go-, Park-Distance- oder Smart light-Produkten in Fahrzeugen.

Die auf der Coiltech vorgestellte selektive Lötwelle garantiert mit der Schutzgasatmosphäre einen frei von Oxiden und Rückständen geführten Lötprozess. Durch die mittels Induktionspumpe, kontinuierlich gepumpte Lötwelle, wird der Wärmeübergang von der Lotschmelze homogen, umlaufend auf die Lötstellengeometrie übertragen. Dabei reinigt die fließende Lötwelle die Lötstelle von überschüssigen Flussmittelresten, Oxiden und Verschmutzungen.

Zum vollständigen Video gehts hier entlang.

Messestand der EUTECT GmbH auf der Coiltech 2023

Aufgrund der hohen Packungsdichten und der immer weiter steigenden Miniaturisierung, werden Lötstellen immer kleiner. Präzise Lötprozesse sind daher unabdingbar um qualitative hochwertige Lötstellen zu erhalten. Um diese Ziele zu erreichen, sind geregelte Fertigungsprozesse notwendig, denn nur wenn die Technik auch weiß, wie sich der Prozess an der Lötverbindung verhält, kann eine präzise Lötstelle gefertigt werden. Bei EUTECT werden dazu zum einen innovative und weltweit einzigartige Technologien wie der EUTECT Drahtvorschub, SWF eingesetzt, zum anderen werden durch verschiedenste Sensoriken und Pyrometer Daten erhoben. Diese Daten werden dabei in Echtzeit ausgelesen, verarbeitet und mittels der EUTECT Regelungstechnik in time im Lötprozess ausgeführt.

Der EUTECT Laserlötprozess arbeitet so z.B. in einem komplett geschlossenen Regelungskreislauf. Durch den kraft- und weggeregelt Drahtvorschub in Kombination mit einem koaxial durch die Laseroptik eingespiegelten Pyrometer und einer Kamera zur Prozessvisualisierung weiß der Anwender genau, was während des Lötprozesses passiert und das System regelt selbstständig verschiedene Parameter nach.

 

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Nur bei EUTECT: digitale Bereitstellung von Maschinendokumentationen und Bedienungsanleitungen

Jedes Modul und jede Maschine verlassen unser Haus mit einem eigenen QR-Code. Dieser ist an mindestens zwei leicht zu erreichenden Stellen angebracht. Hinter diesem Code verbirgt sich die Bedienungsanleitung und weiter Maschinendokumente. Diese wird zwar mit der Anlage mitgeschickt, doch oftmals geht sie schnell im Tagesgeschäft verloren. Da durch den hohen Individualisierungsgrad unserer Maschinen auch die Bedienungsanleitungen stark individualisiert sind, hat jede Anlage ihre eigenen Dokumente. Durch Scannen des QR-Codes haben Bediener, Servicemitarbeiter und Vorgesetzte jederzeit Zugriff auf die entsprechende, aktuellste Version der Bedienungsanleitung. Darüber hinaus bietet der QR-Code und der dazugehörige Informations-Hub weitere Möglichkeiten, den Service von EUTECT digital zu nutzen, wie beispielsweise Terminplaner für Wartung- und Serviceeinsätze, Trainingsmodul, digitale Wartungsprotokollierung oder Zugriff auf den Remote Support.

EMI: EUTECT Machine Interface

EMI ist für die Bewegung in der Lötanlage verantwortlich und umfasst unterschiedliche Funktionen, die für den Einsatz der Achsen und Roboter verantwortlich sind.

Mit dem Produktverwaltung DAT-Editor können beispielsweise Produkte angelegt, bearbeitet, kopiert und gelöscht werden. Des Weiteren erfolgt über den DAT-Editor die Zuordnung von Produkten zu Werkstückträger-Codes. Ebenfalls werden die Ablaufprogramme (DAT, RC & NC) angezeigt. Die Verwaltung von Jobs und der Lothöhenregelung als auch die Eingabe manueller Jobs erfolgen ebenfalls über diese Softwarelösung.

Ein weiterer Baustein ist der JobCreator, mit dem Jobs grafisch editiert werden (Touch & Move) können.  D.h., dass der Bediener neue Punkte und Linien hinzufügen und weiter bearbeiten kann. Diverser Parameter, wie die  X, Y, Z-Positionen plus zwei Zusatzachsen, die Dreh- (D) und Zustellachse €, die Ein- & Austauchgeschwindigkeit, die Verfahrgeschwindigkeit, die Verweildauer (Prozesszeit bzw. Prozessparameter), der Index (Reihenfolge), der MFN (Mehrfachnutzen – ein Job kann wiederholt in X, Y, und Z verschoben ausgeführt werden) werden ebenfalls mit dem JobCreator erstellt und angepasst.

Der zusätzliche Teachmode ermöglicht das Anfahren ausgewählter Koordinaten (X,Y,Z,D,E), um aktuelle Achspositionen zu korrigieren und zu übernehmen oder aus aktueller Position neue Elemente in den Job hinzufügen.

Der schwäbische Spezialist für selektives Löten in der Elektronikindustrie nimmt zusammen mit dem Partnerunternehmen TAKTOMAT kurvengesteuerte Antriebssysteme GmbH an der Global Industrie, Frankreichs Leitmesse rund um Entwicklungen und Lösungen für die moderne Mobilisierung teil. Eutect stellt auf der viertägigen Messe Lötmodule und innovative Lösungsansätze vor, die schon heute eine breite Anwendung in der Fahrzeugentwicklung und-fertigung finden.

„Die Messe Global Industrie zeichnete sich in den letzten Jahren dadurch aus, dass sie Innovationen vorstellte, die zur Effizienzsteigerung in der Fertigung führten. Dieses Jahr geht es vor allem aber darum, Lösungen für die aktuellen Fragen rund um das Thema Lösungen für eine nachhaltige Fertigung in einer komplexen internationalen Situation zu finden. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, erstmalig an einer Messe in Frankreich teilzunehmen“, erklärt Matthias Fehrenbach, Geschäftsführer der Eutect GmbH. Die Global Industrie findet vom 07. bis 10. März in Lyon statt. Fehrenbach und sein Team stellen auf dem Gemeinschaftsstand Lösungen aus dem Bereich Miniwellen- und Lasterlöten aus. „Unsere Lötprozesse werden von Unternehmen weltweit in einer Vielzahl von Fertigungsprozessen eingesetzt, sei es in der modernen Batteriefertigung für e-Mobility-Anwendungen oder bei der Herstellung von Key less-Go-, Park-Distance- oder Smart light-Produkten in Fahrzeugen. Auch im Bereich der Haushaltswaren, Industrieautomation, Luft- und Raumfahrt- sowie in der Steuerungstechnik als auch im Energiesektor werden unsere Maschinenkonzepte zur Fertigung von zuverlässiger Elektronik genutzt“, führt Fehrenbach weiter aus.

Die auf der Global Industrie vorgestellte selektive Lötwelle garantiert mit der Schutzgasatmosphäre einen frei von Oxiden und Rückständen geführten Lötprozess. Durch die mittels Induktionspumpe, kontinuierlich gepumpte Lötwelle, wird der Wärmeübergang von der Lotschmelze homogen, umlaufend auf die Lötstellengeometrie übertragen. Dabei reinigt die fließende Lötwelle die Lötstelle von überschüssigen Flussmittelresten, Oxiden und Verschmutzungen. Der zweite vorgestellte Lötprozess ist das Laserlöten. Dieser ermöglicht einen schnellen und berührungslosen Energieeintrag. Seit 2008 bietet Eutect seinen Kunden die weltweit einzige 100% Closed-Loop-Laserlöttechnologie an. Closed Loop bedeutet, dass der Prozess nicht nur gesteuert wird, er reagiert und passt sich durch die einzigartigen Eutect-Regelungstechnik den unterschiedlichen Lötaufgaben, Geometrien und Oberflächen an. Mit Hilfe eines integrierten Pyrometers ist es möglich, die Laserleistung über die Prozessoberflächentemperatur zu regeln. So können Lotdrähte, Lotpasten, Lotringe, Preforms und weitere Verbindungswerkstoffe verarbeiten werden. Verschiedene Optiken und Galvoscanner-Techniken ermöglichen das Bearbeiten von unterschiedlichsten Geometrien.

Neben dem Miniwellen- und Laserlöten bietet Eutect eine Vielzahl von Modulen für die Aufbau- und Verbindungstechnik an. Der digitale EUTECT Modulbaukasten präsentiert seit mehr als 15 Jahren die gesamte Modulbandbreite aus der die Maschinenlösungen für die selektiven Lötprozesse bestehen. Dabei entscheidet schlussendlich die Kundenaufgabe über die Wahl des optimalen Verbindungs-, Automations- oder Softwaremoduls.

„Wir wählen aufgrund der Aufgabenstellung die prozesstechnisch und wirtschaftlich optimalen Module aus, um daraus bewährte Stand-Alone-, Rundtakt- oder Inline- Fertigungskonzepte zu Gesamtlösungen zu kombinieren. Hinzu kommt, dass wir in den letzten Jahren verstärkt Module entwickelt und optimiert haben, um die Verbrauchsdaten bezüglich Strom, Druckluft, Stickstoff oder anderer Verbrauchsmedien zu reduzieren. Gleichzeitig haben wir die Wartungs- und Serviceaufwände minimiert, um auch hier weitere Kostenreduzierungen für unsere Kunden durchzuführen. Wir sind überzeugt, dass nur so eine industrielle Fertigung im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben kann“, erörtert Fehrenbach.

Die Eutect GmbH stellt auf die Global Industrie am Stand 1G20 aus.

Materialengpässe und ungenaue Liefertermine haben in den letzten Monaten nicht nur auf der Seite des Einkaufs für Stress gesorgt, sondern auch in der täglichen Fertigung elektronischer Baugruppen. Aufgrund zugelieferter Second Source-Produkte oder durch neue Lieferanten ist es erforderlich, die Prozessparameter einzelner Fertigungsschritte anzupassen. Wohl dem, der dabei auf einen Maschinenlieferanten mit hoher Prozessexpertise zurückgreifen kann.

„Die Anfragen nach Prozessoptimierungen reißen nicht ab“, betont Elmar Hölz, Leiter für Prozessentwicklung und -optimierung beim Spezialisten für selektives Löten der Eutect GmbH. „Zum Teil kommen Kunden auf uns zu, die nach mehreren Jahren einen neuen Lieferanten beispielsweise für Leiterplatten ausgewählt haben. Das ist zum Teil wegen der Preisentwicklung notwendig, basiert aber auch auf marktseitigen Material- und Lieferproblemen. Jedoch stimmt nach dem Lieferantenwechsel oftmals die Qualität des Endproduktes nicht mehr, was in den meisten Fällen auf veränderte Produkteigenschaften und -abmessungen zurückzuführen sind“, erläutert Hölz. In diesen Fällen übernehmen die Prozessspezialisten der Eutect GmbH die Anpassung der Parameter an die neuen Fertigungsbedingungen. Teilweise auch bei Anlagen, die nicht aus ihrem Hause stammen. „Die Not bei Elektronikherstellern ist oftmals groß, insbesondere dann, wenn die Auftragsbücher voll sind“, so Lars Iwers, Vertriebsmitarbeiter der Eutect GmbH.

Zum Teil gestalten sich diese Prozessoptimierungen sehr komplex. So erinnert sich Hölz beispielsweise an einen Fertigungsprozess, bei dem ein Hall-Sensor auf eine Platine gelötet werden sollte. Herausfordernd waren dabei neben den verschiedenen Baugruppenvarianten auch die in der Länge abweichenden Platinen. Des Weiteren wurden die unbestückten Leiterplatten von unterschiedlichen Lieferanten bezogen. „Dadurch hatte nun plötzlich jede Platine eine andere Qualität, weshalb die Lötparameter jeweils anzupassen waren“, erinnert sich Hölz. Dies musste der Prozessexperte zudem zunächst in einem ersten Schritt herausfinden. Schließlich war der Ursprung der Qualitätsprobleme anfangs unklar.

Da für alle Baugruppen gleichgute Lötergebnisse erzielt werden sollten, galt es für die unterschiedlichen Qualitäten der von verschiedenen Lieferanten bereitgestellten Platinen jeweils neue Lötparameter zu ermitteln. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, neue Lötprogramme zu schreiben und zu implementieren. Da die Fehler in Folge unterschiedlicher Varianten und Qualitäten aufgetreten sind, war hier besonders viel Erfahrung und Knowhow in der Lötprozesstechnik gefragt. Dadurch konnte die Fehlerrate von durchschnittlich 9% auf 0–0,7% gesenkt werden, nachdem Hölz die Prozessparameter angepasst hatte. „Die ursprünglich eingesetzten Platinen lassen sich allerdings bis heute problemlos ohne Anpassung der Parameter löten“, so Hölz.

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